Ein sehr romantischer Urlaub mit meiner Cousine ist zu Ende. Es war ein echter Traum in Weiß. Geschaffen für Paare, die eine schöne ruhige Zeit in Zweisamkeit verbringen möchte.. So wie meine Cousine und ich. Scherz beiseite. Wir hatten ein wenig damit zu kämpfen, dass es so romantisch ist und wir ohne Männer da sind.
Wir sind am Montag 16.02. um 1Uhr nachts angekommen. Völlig erledigt vom Anreisetag, aber glücklich endlich da zu sein und in so einer lauschigen Hütte untergekommen zu sein. Auf dem Tisch wartete auf uns ein kleiner Snack, der Wochenplan und ein Polarlichteralarm-Handy.
Der erste Tag gestaltete sich nicht anders als "easy going". Wir spazierten 300m zur Rentierfarm. In dem kleinsten Museum der Welt hat Jarno uns erst etwas über Rentiere erzählt und die dazu passenden Fotos gezeigt. Am Besten ist uns im Gedächtnis hängengeblieben, wie man Rentiere kastriert. Man quetscht einfach ihre Eier zusammen. Die Einheimischen machen es mit den Zähnen, es gibt aber auch extra Zangen dafür. Das Foto sah dementsprechend leicht pervers aus.
Danach haben wir uns ein typisch finnisches Häuschen angeschaut und anschließend eine romantische Rentierschlittenfahrt bei herrlichem Sonnenscheinwetter gemacht. Da erblickten wir endlich einen gutaussehen Rentierfarmer und stiegen in den Schlitten hinter ihm ein. Leider war er bereits vergeben. Wir genossen trotzdem den Anblick (der Landschaft versteht sich).
Zwischen Mittagessen und Abendessen hatten wir jeden Tag Freizeit. An dem Tag nutzte ich sie für einen Spaziergang auf dem gefrorenen See. Dabei sind mir ein paar schöne Aufnahmen gelungen. Abends ging es dann in Schneeschuhen über den See auf Jagd nach den Polarlichern, allerdings eher erfolglos. Zum Schluss stapften wir durch Tiefschnee und ich als zweite in der Reihe hatte ein wenig schwer zu kämpfen, aber es lohnte sich, denn danach blickte ich in den Himmel und sah grüne Fäden über meinem Kopf.
Der Polarlichtalarm ging per SMS los und alle stürmten auf den See um den besten Blick zu erhaschen. Erst waren die Polarlichter etwas schüchtern, dann trauten sie sich schon mehr. Irgendwann lagen alle nur noch im Schnee, weil sie genau über unseren Köpfen schwirrten. Und ein "aaaa" und "ooo" ging über den See. Polarlichter sehen in Wirklichkeit viel blasser aus, aber umso schöner, da man jede einzelne Strähne in Bewegung sehen kann. Man stelle sich im Wind langsam wehendes Engelshaar vor. Ein echt himmlischer Anblick, der mir nun immer in Erinnerung bleiben wird. Besonders, dieser eine Moment, als ich rosa und grün über meinem Kopf in Form einer aufblühenden Blume gesehen habe. Gänsehaut pur.
Am nächsten Tag stand eine Snowmobilsafari auf dem Plan. Leicht aufgeregt ging es zum Nachbarort. Meine Cousine traute sich zuerst nicht und ließ mich an den Lenker. Ich bekam schnell daran Gefallen und wollte schneller fahren, aber die Höchstgeschwindigkeit die der Reiseführer zuließ war 40km/h, obwohl wir auf dem See theoretisch bis zu 80km/h fahren dürfen. Es gab einen kleinen Unfall. Ein Paar hinter uns hat die Kurve im Tiefschnee nicht richtig bekommen und ist umgefallen. Es ist Gottseidank nichts passiert. Nachmittags haben wir uns hingelegt und abends gab es leider keine guten Polarlichtervorhersagen, also sind wir in einen kitschigen Souvenirladen gefahren.
Der Mittwoch stand unter dem Zeichen des Skilanglaufs. Die Technik war schnell erklärt. Das Wenden auch ohne Probleme. So einfach wie gehen. Ich hatte aber das Gefühl, dass die Skier zu wenig gewachst wurden und ich deswegen nicht wirklich vorankam, trotzdem waren wir Mädels viel schneller und mussten ständig warten. Eine ältere Frau meinte zu mir:" So ist das, wenn man mit Rentnern in den Urlaub fährt." Ich dachte mir nur, dass wir es uns ja nicht ausgesucht haben.
Auf dem Rückweg ist eine Dame leider umgeknickt, hat sich unter Tränen mehrmals entschuldigt und musste mit dem Snowmobil abgeholt werden. Nach dem Mittag machten wir ein zweistündiges Schläfchen und abends ging es wieder auf Jagd auf Polarlichter, diesmal in einem Schlitten, gezogen von Snowmobilen. Eher unspektakulär bis wir einen kleinen Hügel nicht hochkamen und alle aussteigen mussten. Das Bewegen in den geliehenen Overalls ist gar nicht so einfach. Man fühlt sich beinahe hilflos, daher war das Ein- und Aussteigen aus dem Schlitten viele Lacher wert. Die Polarlichter zeigten sich diese Nacht nicht.
Zwischen Mittagessen und Abendessen hatten wir jeden Tag Freizeit. An dem Tag nutzte ich sie für einen Spaziergang auf dem gefrorenen See. Dabei sind mir ein paar schöne Aufnahmen gelungen. Abends ging es dann in Schneeschuhen über den See auf Jagd nach den Polarlichern, allerdings eher erfolglos. Zum Schluss stapften wir durch Tiefschnee und ich als zweite in der Reihe hatte ein wenig schwer zu kämpfen, aber es lohnte sich, denn danach blickte ich in den Himmel und sah grüne Fäden über meinem Kopf.
Der Polarlichtalarm ging per SMS los und alle stürmten auf den See um den besten Blick zu erhaschen. Erst waren die Polarlichter etwas schüchtern, dann trauten sie sich schon mehr. Irgendwann lagen alle nur noch im Schnee, weil sie genau über unseren Köpfen schwirrten. Und ein "aaaa" und "ooo" ging über den See. Polarlichter sehen in Wirklichkeit viel blasser aus, aber umso schöner, da man jede einzelne Strähne in Bewegung sehen kann. Man stelle sich im Wind langsam wehendes Engelshaar vor. Ein echt himmlischer Anblick, der mir nun immer in Erinnerung bleiben wird. Besonders, dieser eine Moment, als ich rosa und grün über meinem Kopf in Form einer aufblühenden Blume gesehen habe. Gänsehaut pur.
Nachmittags
ging meine Cousine spazieren und ich probierte endlich mal die Sauna aus, aber
irgendwas stank es mir da gewaltig nach Sauerkraut. Außerdem war es nicht heiß
genug, sodass ich kaum ins Schwitzen kam. Die anderen Frauen verbrachten dort 45 Min,
bevor sie sich dann im Schnee wälzten. Leider war das Eisloch im See zugefroren,
sodass wir da nicht rein konnten.
Beim letzten Abendessen ging es wieder los. Die britischen Frauen fragten uns: wie wir den Tag
verbracht haben, ob wir die Huskyfahrt genossen haben, wie wir die Woche
fanden, ob wir gut geschlafen haben, wie wir das Essen fanden und welche
Aktivität uns am meisten gefallen hat. Jedes Mal kamen sie zu uns an, total
überfreundlich, mit diesem britischen Englisch und fragten uns diese Dinge. Am
Ende war es schon ein wenig nervig, aber wir haben natürlich immer nett und
freundlich geantwortet. Als man sie dann gefragt hat, kam als Antwort immer „Lovely,
wasn’t it?“.
Und nun ist diese easy going Woche in Lappland zu Ende. Meine Cousine wäre gerne dort für
immer geblieben, aber das sagt sie immer am Ende eines jeden Urlaubs. Mir hat die
Woche völlig gereicht. Es hätte ruhig mehr Action sein können. Manchmal war es
mir eben zu langsam und zu ruhig. Am besten haben mir die Snowmobilfahrt und
die Polarlichter gefallen. Das Essen ging so. Nichts Außergewöhnliches. Es gab
viel Fisch und Rentierfleisch. Immer Salat und Kartoffeln dazu und wechselnder Nachtisch. Das
Personal war total freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend. Die Lage am See
war echt perfekt. Die Häuschen aus Holz waren total gemütlich. Der Kamin im
Restaurant war mein Hit. Die Landschaft war eher flach und es gab viel Wald.
Den einzigen weiten Blick bekam man auf einem See. Wir hatten echt Glück mit
dem Wetter. Am kältesten war es mit -10°C. Da habe ich schon kältere Tage in
Polen erlebt.
Eins ist mir
wieder klar geworden. Ich bin eher der Urlaubstyp, der lieber in wärmeren Gefilden
unterwegs ist. Ich hasse es nämlich mich so dick ankleiden zu müssen und sich
dann darin kaum bewegen zu können. Trotzdem träume ich noch davon mir Alaska und
Kanada im Winter anzutun. Meine Cousine will dagegen den Nord- und
Südpol sehen.
Fortsetzung
folgt…

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen